In einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel greift Dr. med. Matthias Thöns die Problematik in der Umsetzung der Palliativversorgung in der Bundesrepublik Deutschland auf.
In seinem Schreiben kritisiert der Bochumer Arzt vor allem die Haltung der Krankenkassen, die sich gegen die Kostenübernahme der spezialisierten Sterbebegleitung stellen. Thöns selbst bekommt als Palliativmediziner die Haltung der Krankenkassen zu spüren: er engagiert sich im Palliativnetz Bochum e.V., welches durch Spenden finanziert wird. „So stehen viele Palliativteams – die sich bislang aus Spenden finanzieren – vor dem Aus. In vielen Regionen bilden sich keine Teams, weil die Ärzte und Pflegekräfte sich nicht erlauben können, ihre Arbeit unentgeltlich zu leisten. Die ambulante Palliativversorgung in Deutschland zählt heute, zwei Jahre nach Einführung des besten Gesetzes zur würdigen Sterbebegleitung in Europa, zum unteren Mittelmaß“, so der Mediziner in seinem Brief an die Kanzlerin.
Der Grund, dass vielen Betroffenen nur noch den Weg vor das Sozialgericht bleibt, bezieht Thöns auf ein „skandalöses Verhalten der Krankenkassen“, die das Gesetz blockieren und die Rechte der Sterbenden missachten.
Den vollständigen Brief an die Bundeskanzlerin finden Sie unter: www.direktzu.de/kanzlerin/messages/20243